Aktualisierung der SIM-CLOUD auf die Version 3.0

SIM-Cloud  3.0


Im ersten Quartal 2018 wurde bei SIM-Networks eine Reihe von geplanten Verbesserungen bei SIM-Cloud – dem Haupt-Cloud-Produkt des Unternehmens- realisiert. Anfang April wurden in einer produktiven Umgebung geplante Verbesserungen eingeleitet, um die Liste der Neuerungen zu vervollständigen. Dies Ermöglicht es uns, über das erfolgte Update auf die nächste Basisversion SIM-Cloud 3.0 zu berichten.

«In einer Welt, in der täglich neue technologische Produkte erscheinen, ist das Problem der Wahl praktikabler Instrumente zu einem vernünftigen Preis ziemlich akut.

Wir entwickeln die SIM-Cloud mit einem klaren Verständnis: der Kunde soll ein wirtschaftlich faires Produkt mit einer für die Arbeit ausreichender Funktionalität und maximaler Zuverlässigkeit erhalten. Heutesind in unserer Cloud alle Tools implementiert, die von den meisten Benutzern gefordert werden. Um dies zu erreichen, haben wir die besten und stabilsten Werkzeuge aus dem ausgewählt, was die OpenStack-Plattform heutzutage bietet.», – kommentiert Yuri Bonar, der CTO von SIM-Networks, die neue Version des Produktes.


Was hat sich also bei der hocheffizienten, ausfallsicheren SIM-Cloud 3.0. verändert und welche neuen Möglichkeiten bietet sie den Kunden?

1. OpenStack Plattform

Die Cloud IaaS SIM-Cloud basiert immer noch auf dem sich ständig weiter entwickelnden Komplex von OpenStack-Projekten. In der SIM-Cloud 3.0 wurde Release Newton durch Ocata ersetzt. Allgemeine Ziele bei der Entwicklung der neuen Openstack-Version waren recht konservativ: das Verhindern möglicher Sicherheitsbedrohungen und das Erhöhen der Sicherheit der Cloud. In Ocata wurde auf die Stabilität von OpenStack und die Entwicklung der einzelnen Mikrodienste geachtet:

  • Nova – Hypervisor-Verwaltungstool – Unterstützung des Mechanismus Cells v2 zur Skalierung;
  • Neutron (Netzwerkinfrastruktur-Verwaltungstool);
  • Cinder – Block-Speicher – API-Refactoring zur Steuerung (Verbindung/Abschaltung) der Volumen, Schaffung der Basis für die Multi-Attach-Funktionalität(Möglichkeit zur gleichzeitigen Verbindung von Festplatten mit verschiedenen virtuellen Maschinen);
  • Keystone – Identifizierungsservice – Schaffung der Basis für die Realisierung der Multifaktor-Authentifizierung (MFA rules).


OpenStack Services: Cinder, Keystone, Neutron, Nova


2. Erneuerter Qemu-KVM Hypervisor

Wichtige Verbesserungen der neuen Version QEMU v. 2.10:

  • Bei Virtio-BLK-Geräten wurde die Unterstützung für den Multi-Queue-Betrieb hinzugefügt;
  • Bei virtio-net/vhost-NET-Geräten wurde die Unterstützung für das Polling (periodischer Abruf des Zustands) hinzugefügt, um die Last zu reduzieren und die Interrupt-Generierung zu vermeiden.
  • Unterstützung für den Anschluss von Fehler-Handlern in Gast-Systemen, so dass einige Probleme automatisch gelöst werden können (ohne Absturz des Gast-Systems mit Fehlerausgabe zu erzwingen).


OpenStack Floating IP


3. Neue Möglichkeiten für Kunden beim Bereitstellen eines virtuellen Netzwerkes in der SIM-Cloud

3.1 Wenn einer virtuelle Maschine in der Cloud eine feste IP-Adresse zugewiesen wird und diese fehlschlägt, kann sie (in einigen Fällen) nach der Wiederherstellung aus einem Abbild die Einstellungen einer anderen IP-Adresse abrufen und ist danach nicht mehr verfügbar. Zuvor musste der Kunde den technischen Support kontaktieren, um die richtige Konfiguration wiederherzustellen. В SIM-Cloud 3.0 wird dieses Problem nun einfach gelöst – der Kunde kann eine kostenlose „Floating“IP-Adresse aus dem Provider-Pool für seine virtuelle Maschine mieten. Im Falle eines VM-Fehlers kann der Kunde dann die ihm zugewiesene IP-Adresse eine anderen virtuellen Maschine zuweisen (die abrufbereit in der Reserve ist) und normale Arbeit mit minimalen Ausfallzeiten fortsetzen. Wenn die Floating-IP-Adresse nicht mehr benötigt wird, kann der Kunde diese wieder freigeben und zum Anbieter-Pool retournieren.


Übergang SIM-Cloud 3.0 von festen auf Floating-IP-Adressen schafft neue Möglichkeiten für Benutzer:

  • Optionale Bestellung der Blöcke fester IPv4-Adressen öffentlicher Subnetze zur Verwendung in seinem privaten Netzwerk;
  • Autokonfiguration der Kunden-Netzwerke in der Cloud mithilfe von DHCP.


Anmerkung: DHCP - Dynamic Host Configuration Protocol (Ein dynamisches Host-Konfigurationsprotokoll, das es Rechnern ermöglicht, automatisch IP-Adressen und andere Einstellungen zu beziehen, die für den Betrieb in einem TCP/IP-Netzwerk erforderlich sind).


OpenStack - Linux Cloud-Init


3.2 Im Züger der Aktualisierung auf SIM-Cloud 3.0 haben die Contributors (Herausgeber) von Linux ihre neuen Distributionen zur Verfügung gestellt, einschließlich Skript-Vorlagen (Cloud-init) für die Automatisierung der Bereitstellung (Ausführung der bereitgestellten Einstellungen, Suche nach Software-Updates und andere sich wiederholende Aktionen nach dem Skript):

  • CentOS-6-x86_64-GenericCloud-1802
  • CentOS-7-x86_64-GenericCloud-1802
  • debian-9-openstack-amd64
  • Fedora-Atomic-27-20180226.0.x86_64
  • Fedora-Cloud-Base-27-1.6.x86_64
  • xenial-server-cloudimg-amd64


3.3 Für die Bequemlichkeit der Benutzer wurden nützliche Änderungen an der SIM-Cloud Dashboard – dem Steuerungspanel der Cloud-Infrastruktur – eingeführt:

  • Werkzeug zum Arbeiten mit  Sicherheitsgruppen wurde in den Abschnitt "Netzwerk" verschoben;
  • Im Abschnitt "Rechenressourcen" wurden zwei Unterabschnitte ausgegliedert:
    - Schlüsselpaare – Einrichten eines sicheren Authentifizierung an den Instanzen über SSH-Schlüssel;
    API-Zugriff – Enthält Einstellungen für den Zugriff auf die Cloud-API für eine flexiblere Verwaltung und Zugriff auf Einstellungen, die noch nicht in der SIM-Cloud-Dashboard-Weboberfläche implementiert sind.

4. Zuverlässige Speicherung der Daten

Nach wie vor wird in der SIM-Cloud 3.0 für den Datenaustausch mit dem Speicher das umschaltbare High-Speed Infiniband 56 Gbit Netzwerk mit der FAT TREE-Topologie von Mellanox verwendet. Das Datenspeichersystem basiert auf Ceph mit hoher Überlebensfähigkeit dank der Replikation (Erzeugung von Kopien) von Daten und des Mechanismus zur Neubalancierung von Datenfeldern beim Entfernen (Verweigerung) von Knoten oder Hinzufügen neuer Knoten zum Netzwerk (Wiederherstellung).

5. Aktualisierter BaaS-Dienst in der SIM-Cloud

5.1 Die Wiederherstellungsgeschwindigkeit von Datenträgern aus Sicherungskopien wurde wesentlich (um 2-3 Mal) erhöht. Diese Leistungssteigerung wurde durch Optimierung der Konfiguration des Datenspeichersystems erreicht. Der Datensicherungsdienst in der Cloud steht wie bisher nur für Projekte zur Verfügung, die in der SIM-Cloud abgelegt sind.


5.2 Die neue Version bietet die Möglichkeit, effektiv mit Datenträgermetadaten zu arbeiten.


OpenStack Backup as a Service


5.3 Neue Optionen stehen dem Benutzer zur Auswahl: zusätzlich zum beliebten BaaS-Remote-Service, der Datenspeicherung in einem Remote-Rechenzentrum bietet, wird eine alternative Option angeboten: BaaS Local - ein lokaler Backup-Speicherdienst (im gleichen Rechenzentrum, in dem der Kunde seine virtuelle Maschinen hosten lässt). Offensichtlich ist die Wiederherstellung von einsatzbereiten Images aus dem lokalen Speicher viel schneller als das Senden von Daten von außen über Kommunikationskanäle erfolgen kann.


Andererseits wird die entfernte (Remote-) Speicherung von Backup-Daten als sicherer und beständiger gegen Notfälle empfunden. Die Wahl zwischen diesen Varianten liegt beim Kunden.

Weitere Entwicklung

Die OpenStack-Plattform verbessert sich weiter, und das gilt auch für die SIM-Cloud. Im Mittelpunkt der Entwicklung unseres Flaggschiff-Produkts steht das Prinzip „Continuous delivery“, was die Geschwindigkeit, Qualität und Kontinuität der veröffentlichten Updates bestimmt. Mit anderen Worten, wenn wir die Veröffentlichung von SIM-Cloud 3.0 ankündigen, arbeiten wir bereits fleißig an nächsten Neuerungen und Aktualisierungen der bestehenden Funktionen in der Cloud. Sehen Sie die Neuigkeiten in der SIM-Cloud mit Ihren eigenen Augen – und freuen Sie sich auf weitere Ankündigungen!

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