Blog Artikel 31/01/2022

Cloud-Migration: Wir entlarven 7 häufige Mythen

Die Migration in die Cloud ist ein beliebtes Thema, doch um Cloud-Technologien ranken sich eine Reihe von Mythen. Einige Unternehmen vernachlässigen diese Lösung aufgrund falscher Vorstellungen über ihre wichtigsten Eigenschaften und Funktionen. In diesem Artikel werfen wir daher einen Blick auf einige der populärsten Annahmen über Clouds und prüfen sie auf ihren Wahrheitsgehalt.

Mythos 1: "In der Cloud" ist das Gleiche wie "remote"

Einige Hosting-Anbieter verwenden den Begriff "Cloud-Service" für alle Dienste, die aus der Ferne (remote) erbracht werden. Beispielsweise bezeichnen manche fälschlicherweise schon ein Remote-Office, das auf einem eigenen Server bereitgestellt wird, als „Büro in der Cloud“. Da ist es kein Wunder, dass viele davon ausgehen, der Zugang über das Internet reiche aus, um etwas als "Cloud-Lösung" zu bezeichnen.

In Wirklichkeit sind "in der Cloud" und "remote" aber keine Synonyme. Fernzugriff kann auf viele Lösungen zutreffen: von VPS und dedizierten Server bis hin zur Cloud. Der wichtigste Faktor, der die Cloud von anderen Infrastrukturlösungen unterscheidet, ist aber die Architektur – nicht die Möglichkeit, sich unabhängig von Ihrem Standort mit ihr zu verbinden.

Die Cloud basiert auf mehreren Servern und einer Technologie namens Virtualisierung. Dies gibt den Nutzern die Möglichkeit, die Cloud praktisch unbegrenzt zu skalieren. Benötigt der Nutzer mehr Ressourcen, können diese sofort über das Dashboard hinzugefügt werden. Dies ist bei dedizierten Servern oder VPS, die ebenfalls aus der Ferne bereitgestellt werden, nicht möglich.

Mythos 2: Die Cloud ist nicht so zuverlässig wie ein Server

Die Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit eines Servers zu garantieren, ist herausfordernd. Sie benötigen redundante Komponenten, um sicherzustellen, dass die Hardware ohne Unterbrechungen läuft. Die Redundanz eines physischen Servers hat jedoch eine Obergrenze und ein kritischer Ausfall bringt das System des Unternehmens zum Stillstand. Dieses Problem kann durch die Einrichtung eines Server-Clusters (Verbund mehrerer Server) gelöst werden, doch die Anschaffung und Wartung auch nur eines Reserveservers bedeutet doppelte Kosten.

In der Cloud ist es wesentlich leichter, für einen stabilen Betrieb Ihrer Dienste zu sorgen. Die Cloud basiert bereits auf mehreren Servern, die dem Nutzer als einheitlicher Pool präsentiert werden. Das Funktionieren der Dienste Ihres Unternehmens hängt hier nicht von einem bestimmten physischen Server ab; jeder einzelne Prozess nutzt dynamisch verteilte Rechenressourcen. Auf diese Weise bleiben Ihre Systeme auch dann in Betrieb, wenn ein oder zwei Server in der Cloud ausfallen.

Cloud-Mythen

Neben der zuverlässigen Architektur der Cloud setzen Cloud-Anbieter ihre eigenen Maßnahmen ein, um Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Eine dieser Maßnahmen ist die Redundanz der Komponenten auf architektonischer Ebene. SIM-Networks verwendet zum Beispiel 2N+1-Redundanz. Das bedeutet, dass jedes Element der Cloud über eine parallele Kopie und eine weitere Reservekomponente verfügt.

Sie können die Ausfallsicherheit von Systemen in der Cloud auch durch den Einsatz von Verfügbarkeitszonen verbessern. Verfügbarkeitszonen sind völlig unabhängige Ressourcenpools innerhalb einer Cloud-Infrastruktur. Jede Zone nutzt ihre eigenen Netzverbindungen, Stromversorgungen, Sicherheitssysteme usw. Das bedeutet, dass sich Ausfälle in einer Verfügbarkeitszone nicht auf die Systeme in der anderen Zone auswirken.

Mythos 3: Die Cloud ist nicht sicher

Dieser Mythos wird häufig im Zusammenhang mit Public Clouds geäußert. Die Public Cloud ist ein Modell, bei dem Ressourcen auf mehrere Nutzer verteilt werden. Daraus ziehen manche den Schluss, dass die Speicherung von Daten in einer solchen Cloud ein Sicherheitsrisiko darstellt und dass andere Nutzer Zugang zu den vertraulichen Informationen ihres Unternehmens erhalten können.

Der Begriff „Public“ bzw. "öffentlich" bezieht sich jedoch darauf, dass jeder Nutzer Zugang zum selben Pool von Rechenressourcen hat, nicht zu den Daten seiner Nachbarn. Die Daten werden mithilfe eines Hypervisors isoliert – einer Technologie, die Server in virtuelle Maschinen oder Instanzen unterteilt. Die Architektur der Cloud erlaubt es den Cloud-Nutzern nicht, mit den Daten der anderen Nutzer zu interagieren. Auch der Anbieter hat keinen Zugang zu den Kundendaten, es sei denn, ein Kunde bestellt einen vollständigen Infrastruktur Management Service.

Zuverlässige Anbieter gewährleisten die Sicherheit der Cloud durch mehrere Maßnahmen:

  • verschlüsselte Datenübertragung;
  • Verschlüsselung der Speicherlaufwerke;
  • DDoS-Schutz;
  • physische Zugangskontrolle im Rechenzentrum.

Zusätzlich zu den Systemen des Anbieters können die Kunden jede beliebige Software zum Schutz ihrer Daten verwenden.

Beachten Sie, dass Public Clouds nicht für Branchen geeignet ist, die mit hochsensiblen Daten arbeiten, wie z. B. medizinische Einrichtungen oder Banken. Hier gibt es noch höhere Anforderungen an die Datensicherheit, weshalb man stattdessen Private Clouds verwendet. Eine Private Cloud ist eine vollständig isolierte Infrastruktur, die nur von einem Kunden genutzt wird.

Mythos 4: Nur große Unternehmen nutzen Clouds

Dies ist nicht der Fall, denn Clouds werden von Unternehmen jeder Größe genutzt. Für kleine Unternehmen können sie sogar kostengünstiger als die Alternativen sein. Die Hauptgründe dafür sind die flexible Konfiguration und der relativ niedrige Preis.

So ist es für ein kleines Unternehmen oder Start-up oft wesentlich günstiger, eine Public Cloud zu mieten, als eine eigene Infrastruktur vor Ort zu unterhalten. Eine lokale IT-Infrastruktur kann nur durch den Kauf neuer Komponenten oder ganzen Servern skaliert werden. Außerdem muss man sich mit Aspekten wie den Strom- und Kühlsystemen des Rechenzentrums, der Wartung der Server usw. beschäftigen. Für ein Unternehmen, das sich noch in der Anfangsphase seiner Entwicklung befindet, ist dies wahrscheinlich zu teuer. Außerdem nehmen der Kauf und die Einrichtung von Hardware Zeit in Anspruch, was es dem Unternehmen nicht erlaubt, schnell auf neue Arbeitslasten zu reagieren.

Die Anmietung eines VPS oder eines dedizierten Servers löst zwar das Problem des Gerätekaufs, nicht aber das Problem der Skalierung. Wenn die Ressourcen des Servers maximal ausgelastet sind, müssen Sie eine neue Konfiguration buchen. Bedenken Sie außerdem, dass sich der Preis für die Servermiete nicht nach der Ressourcennutzung richtet. Wenn Ihr Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum nicht die gesamte Rechenleistung eines Servers benötigt, zahlen Sie trotzdem den Festpreis.

Ein Unternehmen, das eine Cloud mietet, muss kein eigenes Rechenzentrum unterhalten, kein IT-Personal einstellen und keine teuren Server der Enterprise-Klasse kaufen. Diese Aufgaben liegen in der Verantwortung des Cloud-Anbieters. Die Cloud kann jederzeit sofort skaliert werden. Der Preis wird je nach den genutzten Ressourcen angepasst. Auf diese Weise kann ein Unternehmen Zeit und Geld für die IT einsparen. Wenn Sie mehr über die Vorteile der Cloud-Migration für kleine und mittlere Unternehmen erfahren möchten, machen Sie sich mit dem Fallbeispiel einer Cloud-Migration für ein Unternehmen mit 40 Mitarbeitern vertraut.

Mythos 5: Die Cloud ist das Gleiche wie VPS

Einige Anbieter fördern diesen Mythos, indem sie einen VPS, einen virtuellen privaten Server, als "die Cloud" bezeichnen. Dem Kunden wird der Eindruck vermittelt, dass er einen Cloud-Service erwirbt. In Wirklichkeit handelt es sich bei einem VPS um eine normale virtuelle Maschine. VPS und Clouds werden zwar beide mithilfe von Virtualisierungstechnologien erstellt, doch damit enden die Gemeinsamkeiten bereits.

Ein VPS wird auf einem einzigen physischen Host-Server erstellt. Das bedeutet, dass die Rechenleistung des VPS durch die Komponenten seiner physischen Basis begrenzt ist. Wenn Sie mehr Rechenleistung benötigen und die Ressourcen des physischen Servers bereits verbraucht sind, müssen Sie einen neuen dedizierten Server kaufen und einen weiteren VPS mit der erforderlichen Menge an Ressourcen einrichten.

Die Cloud hingegen basiert auf einem Server-Cluster. Die Konfiguration kann bei Bedarf geändert werden, da die Ressourcen einer Instanz nicht durch die Komponenten eines Servers begrenzt sind. Außerdem haben virtuelle Server einen festen Preis, während Clouds das "Pay-as-you-go"-Modell verwenden. Die Konfiguration der Cloud ist dynamisch; der Preis ändert sich je nach tatsächlicher Nutzung der Ressourcen.

Mythos 6: Datenmigration in die Cloud ist schwierig und teuer

Dieser Mythos ist nicht ganz unbegründet: Es ist nicht einfach, die Migration in die Cloud selbst zu organisieren. Sie müssen eine Cloud-Migrationsstrategie entwickeln, die eine vollständige Prüfung der Systeme beinhaltet. Es ist wichtig zu prüfen, ob Ihre Anwendungen mit der Cloud-Plattform kompatibel sind und wie die erwarteten Arbeitslasten aussehen. Sie brauchen einen Migrationsplan, um anschließend die Übertragung in die Cloud durchzuführen. Aber: Sie müssen all dies nicht selbst tun.

Die Migration in die Cloud ist ein Prozess, der Fachwissen von den Spezialisten erfordert, die ihn durchführen. Selbst wenn Ihr IT-Personal weiß, wie man in die Cloud migriert, besteht ein gewisses Risiko der Cloud-Migration darin, dass Ihr Team mit den Besonderheiten der Plattform eines bestimmten Anbieters nicht vertraut ist. Aus diesem Grund übernehmen in einigen Fällen die Anbieter selbst die Migration des Kunden.

In einigen Fällen wird die Cloud-Migration kostenlos angeboten. Wir übertragen zum Beispiel die Daten unserer Kunden kostenfrei in die Cloud, weil wir daran interessiert sind, dass die Infrastruktur des Kunden gut funktioniert. Erfahrung und ein umfassendes Verständnis der Spezifika der Plattform ermöglichen unseren Spezialisten, die Migration ohne Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse durchzuführen. Außerdem senkt eine gut geplante Migration die Zahl der Anfragen an das Support-Team. Probleme werden erkannt und gelöst, bevor der Kunde die fertige Infrastruktur erhält. Wenn Sie mehr erfahren möchten, informieren Sie sich über SIM-Networks’ Cloud-Migration-Service.

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Mythos 7: Sie müssen mehr IT-Spezialisten einstellen, um in der Cloud zu arbeiten

Es stimmt, dass Sie für einige Aspekte der Arbeit mit der Cloud, wie z. B. die Cloud-Migration, Spezialisten mit einschlägiger Erfahrung benötigen. Für den täglichen Betrieb, z. B. die Skalierung der Cloud oder die Erstellung von Instanzen, benötigen Sie jedoch keine speziellen IT-Mitarbeiter.

Cloud Control Panels sind in der Regel intuitiv und erfordern keine spezielle Schulung. Wenn Ihre IT-Mitarbeiter Fragen haben, wird das Support-Team Ihres Anbieters Sie wahrscheinlich beraten oder sogar eine umfassende Schulung anbieten. Für die Architektur, den Support und die Wartung ist ausschließlich Ihr Cloud-Anbieter zuständig.

Wenn Sie Aufgaben im Zusammenhang mit Ihrer IT-Infrastruktur delegieren möchten, können Sie Teil- und Vollmanagement Services buchen. Auf diese Weise haben Ihre IT-Mitarbeiter mehr freie Zeit, um sich mit den wichtigsten Geschäftsaufgaben statt mit der routinemäßigen Wartung der Infrastruktur zu beschäftigen.

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