Artikel 25/01/2022

6 Vorteile und 3 Nachteile der Public Cloud

Der Markt für Cloud Hosting bietet eine Vielzahl von Modellen für Unternehmen – unabhängig von ihrer Branche und Größe. Die IT-Infrastruktur kann in einer Public, Private oder Hybrid Cloud bereitgestellt werden. In diesem Artikel untersuchen wir die wichtigsten Vor- und Nachteile einer Public Cloud und erläutern Ihnen, in welchen Fällen sie die richtige Lösung für Ihr Unternehmen ist.

Was ist eine Public Cloud und wie funktioniert sie?

Bei der Public Cloud handelt es sich um eine Cloud-Lösung, bei der jedem Nutzer ein Segment der gesamten virtuellen Ressourcen der Cloud zur Verfügung steht. Diese Ressourcen sind ein dynamischer Pool, den der Nutzer jederzeit flexibel anpassen kann. Die Benutzer sind voneinander isoliert: Sie können sich gegenseitig nicht sehen und es gibt keinerlei Möglichkeit, dass sich unverbundene Kunden in der virtuellen Umgebung "begegnen".

Virtuelle Maschinen in der Cloud bilden das Äquivalent zu einem physischen Server. Die Parameter der VM hängen jedoch nicht von einem einzigen Host-Server ab. Im Gegenteil: Eine virtuelle Maschine nutzt die Ressourcen mehrerer physischer Server gleichzeitig.

Die Vorteile des Public-Cloud-Modells hängen von den individuellen Bedürfnissen Ihres Unternehmens ab. Manche benötigen die schnelle Skalierung von Public-Cloud-Lösungen, andere die hohe Leistung eines dedizierten Servers oder die hohe Sicherheit einer Private Cloud. Im Folgenden erläutern wir Ihnen die Vor- und Nachteile von Public Clouds im Vergleich zu anderen Infrastrukturlösungen.

Was sind die wichtigsten Vorteile einer Public Cloud?

Vorteil 1: Flexible Zahlung

In der Regel zahlen die Kunden einer Public Cloud nach dem "Pay-as-you-go"-Modell. Das liegt vor allem an der Architektur der Lösung, denn die Nutzer können die Konfiguration der Cloud jederzeit über das Dashboard ändern. Der Gesamtbetrag pro Monat ist dabei von der Konfiguration abhängig.

Dieser Umstand ermöglicht es Unternehmen, nur für die Ressourcen zu zahlen, die gerade genutzt werden. Wenn Ihr Unternehmen z. B. mit saisonalen Spitzenbelastungen arbeitet, können Sie die zusätzlichen Ressourcen für die Spitzenzeiten aktivieren und danach wieder deaktivieren. Auf diese Weise erhalten Sie die für die jeweilige Aufgabe erforderliche Rechenleistung und müssen nicht zu viel bezahlen, wenn sie nicht mehr benötigt wird. Dies ist bei einer physischen IT-Infrastruktur, die mit starren Kosten verbunden ist, nicht möglich.

Vorteil 2: Hohe Skalierbarkeit

Die Public Cloud ist skalierbar, ohne dass neue Geräte gekauft und manuell in einem Rechenzentrum vor Ort installiert werden müssen. Sie können den virtuellen Maschinen jederzeit bei Bedarf CPU-Kerne, RAM oder Speicherplatz hinzufügen. Die Ressourcen werden auch per Fernzugriff bereitgestellt; die Hardwarebasis befindet sich im Rechenzentrum des Anbieters der Public Cloud.

Dieser Vorteil kommt vor allem kleinen Unternehmen zugute, die aus Kosten- oder Platzgründen nicht in den Kauf teurer Hardware investieren möchten, um ihre IT-Infrastruktur zu erweitern. Die Public Cloud kann parallel zum Wachstum des Unternehmens skaliert und ohne Verzögerung an neue Aufgaben angepasst werden. Dies ist im Vergleich zu einem dedizierten Server wesentlich kostengünstiger und schneller. Wenn Sie einen physischen Server skalieren wollen, müssen Sie neue Komponenten kaufen und die alten ersetzen.

Vorteil 3: Der Anbieter kümmert sich um die Wartung

Wenn Sie eine Cloud mieten, müssen Sie sich nicht mehr um den Kauf von Geräten oder Software kümmern; dies übernimmt Ihr Public-Cloud-Anbieter. Er ist außerdem für alle Bedingungen verantwortlich, die für das Funktionieren der Infrastruktur erforderlich sind, wie Sicherheits- und Kühlsysteme, Stromversorgung, redundante Komponenten usw. Auf diese Weise gibt Ihr Unternehmen weniger Geld für IT aus und spart Zeit. Dieser Vorteil gilt auch für die Miete eines dedizierten Servers. Sie sparen auf diese Weise alle Kosten für Wartungsarbeiten.

Vorteil 4: Kurzfristige Investition

In den meisten Fällen ist es schwierig, den langfristigen Bedarf an Rechenleistung abzuschätzen, wenn sich ein Unternehmen noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet oder wenn man kurzfristiges Wachstum erwartet. In solchen Fällen ist es ratsam, Lösungen zu vermeiden, die große Investitionen erfordern, wie z. B. die Bereitstellung von kostenintensiven Servern vor Ort oder die langfristige Miete einer anderen IT-Infrastrukturlösung.

Die Public Cloud löst dieses Problem durch ihr Zahlungsmodell: Der Kunde zahlt nur für die Ressourcen, die gerade genutzt werden. Auf diese Weise vermeidet das Unternehmen langfristige Verträge und Investitionen und arbeitet gleichzeitig mit einer skalierbaren und effizienten Computing-Plattform. Sie bleiben also flexibel und setzen auf kurzfristige Anpassungen.

Vorteil 5: Globale Verfügbarkeit

Die Public Cloud ist eine schnelle und kostengünstige Möglichkeit, Daten in jedem Land der Welt zu speichern. Wenn Sie beispielsweise die Latenzzeiten für die Dienste Ihres Unternehmens minimieren müssen, sollten Sie einen Public-Cloud-Anbieter wählen, der die Cloud im Land Ihrer Wahl speichert. Dies kann auch genutzt werden, eine bevorzugte Gerichtsbarkeit zu wählen. Die SIM-Cloud wird zum Beispiel in einem Rechenzentrum in Deutschland bereitgestellt, wo das Gesetz u. a. Schutz vor illegaler Beschlagnahmung garantiert.

Ein eigenes Rechenzentrum in einem anderen Land einzurichten, ist eine schwierige und teure Aufgabe. Neben der logistischen Frage muss sich das Unternehmen mit den Besonderheiten der Gesetzgebung des Landes auseinandersetzen. Wenn Sie eine Cloud-Lösung nutzen, muss sich Ihr Unternehmen nicht mehr um diese Frage kümmern; der Anbieter hat bereits alles für Sie erledigt.

Vorteil 6: Hohe Stabilität

Die Public Cloud ist von ihrer Architektur her eine fehlertolerante Lösung. Wenn eine Komponente ausfällt, nutzt die virtuelle Maschine die Rechenleistung eines anderen Servers. Die Funktion der Dienste in der Public Cloud wird dadurch nicht beeinträchtigt, und Ihre Systeme bleiben in Betrieb. Zuverlässige Anbieter verwenden in der Public Cloud zudem redundante Komponenten. Dadurch wird das Risiko kritischer Ausfälle erheblich gesenkt.

Verfügbarkeitszonen (Availability Zones) können für zusätzliche Ausfallsicherheit genutzt werden. Eine Verfügbarkeitszone ist ein isoliertes Segment der Cloud, das Folgendes nutzt:

  • unabhängige Rechenleistung;
  • separate Strom- und Kühlsysteme;
  • separate Netzwerkverbindungen usw.

Durch den Einsatz seiner Systeme in 2 Verfügbarkeitszonen kann ein Unternehmen die Stabilität seiner Dienste um den Faktor 2 erhöhen.

Welche Nachteile hat eine Public Cloud?

Nachteil 1: Datensicherheit

Im Zusammenhang mit Public-Cloud-Lösungen wird häufig die Frage nach der Sicherheit aufgeworfen. Einige Meinungen über den Datenschutz in Public Clouds beruhen allerdings auf Mythen. So glauben manche, dass Cloud-Anbieter vollen Zugriff auf die Daten ihrer Kunden haben, was schlichtweg nicht stimmt. Es ist jedoch eine Tatsache, dass die Kundendaten nicht physisch isoliert sind. Aus diesem Grund ist eine Public Cloud für Branchen mit äußerst hohen Sicherheitsanforderungen nicht ratsam. Dazu zählen u. a. medizinische Einrichtungen und Banken.

Doch auch solche Unternehmen können von der passenden Cloud-Lösung profitieren: Hier eignet sich sehr gut eine Private Cloud anstatt eine Public Cloud. Es handelt sich dabei um eine vollständig isolierte Cloud-Infrastruktur, die nur von einem Kunden genutzt wird. Diese Infrastrukturlösung erfüllt die höchsten Anforderungen an Datensicherheit und kann auch in Bereichen eingesetzt werden, die mit hochsensiblen Daten arbeiten.

Nachteil 2: Ständige Kontrolle über die Ausgaben

Das flexible "Pay-as-you-go"-Modell ist nicht in allen Fällen nützlich. Denn Sie müssen alle Ausgaben für die Cloud sorgfältig überwachen, um die Kosten Ihres Unternehmens im Auge zu behalten. Wenn Sie nicht genau auf die Ressourcen achten, die Sie in der Cloud nutzen, kann dieser Dienst zu teuer werden.

Die flexible Konfiguration der Public Cloud unterscheidet sie u. a. von einem normalen virtuellen Server. Die Kosten für die VPS-Miete sind hier nämlich immer gleich hoch, unabhängig davon, wie viele Ressourcen Sie nutzen.

Die Public Cloud sollte nur gewählt werden, wenn das Unternehmen wirklich eine flexible Infrastruktur benötigt. Wenn Sie nur mit stabilen Arbeitslasten arbeiten, ist die Anmietung eines dedizierten Servers oder eines VPS wahrscheinlich eine kostengünstigere Alternative.

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Nachteil 3: Wenige individuelle Optionen

Die Public Cloud ist eine umfassende und flexible Lösung für Unternehmen der verschiedensten Branchen. Allerdings kann sie ggf. nicht all Ihre Anforderungen erfüllen. Wenn Sie eine individuellere Cloud-Lösung benötigen, ist eine Private Cloud die bessere Variante.

Wo liegt der Unterschied zwischen einer Private und einer Public Cloud? Eine Private Cloud wird von Grund auf nach den Bedürfnissen und Wünschen des Kunden aufgebaut. Sie können jedes Detail individuell bestimmen, von den bevorzugten Anbietern der Geräte bis hin zur Art und Weise, wie die Netzwerkverbindungen eingerichtet werden. Diese Art der Personalisierung ist in der Public Cloud nicht möglich. Auf solche individuellen Projekte ist SIM-Networks spezialisiert. Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten einer Private Cloud erfahren möchten, wenden Sie sich jederzeit gerne an unser Customer Care Team. Wir beantworten Ihnen all Ihre Fragen.

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